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8 Tipps zum Schutz vor E-Mail-Spam

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Gespeichert von manu am 4. September 2012 - 13:16

Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage hat das Forsa-Institut im Auftrag des Bitkom insgesamt 1.001 deutsche Internet-Nutzer ab 14 Jahren zum Thema Spam befragt. Demnach werden hierzulande trotz Filtersoftware und zusätzlicher Schutzmaßnahmen rund 300 Millionen Spam-Nachrichten pro Tag zugestellt.

75 Prozent der E-Mail Nutzer geben an, täglich mindestens eine Spam-Mail zu erhalten. In 44 Prozent der Fälle sind es bis zu fünf solcher Mails, beinahe jeder Vierte beklagt sogar sechs bis 20 Spam-Nachrichten. Fast jeder Fünfte bekommt hingegen überhaupt keine unerwünschten Nachrichten, sieben Prozent wissen es nicht oder machen keine Angaben.

Das Spam-Problem nimmt laut Bitkom augenscheinlich leicht zu. Vor drei Jahren hatten noch 28 Prozent der Befragten angegeben, am Tag weniger als eine Spam-Mail in der privaten Inbox vorzufinden. Nur jeder Fünfte musste sich über sechs bis 20 unerwünschte Nachrichten ärgern.

Im Übrigen verfügt zurzeit etwa jeder achte Deutsche (13 Prozent) über keine private E-Mail-Adresse – und hat entsprechend auch kein Spam-Problem. Bei den über Fünfzigjährigen sind es 16 Prozent, bei den Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren trifft dies auf jeden Zehnten zu.

Obwohl die E-Mail-Anbieter bereits Schutzmaßnahmen ergreifen, könne laut Bitkom jeder selbst etwas dafür tun, das Spam-Aufkommen zu reduzieren. Der Hightech-Verband hat acht Tipps zum Schutz vor E-Mail-Spam formuliert, die wir auf der folgenden Seite vorstellen.

 

Bitkom-Tipps gegen unerwünschte E-Post

1. Ungewöhnliche E-Mail Adresse wählen

Viele Spam-Versender arbeiten nach einem Zufallsprinzip. Sie generieren automatisch Adressen und probieren diese aus. Ungewöhnliche Zeichenfolgen in der Mail-Adresse – etwa ein Unterstrich anstelle eines Bindestrichs oder eine Zahl – erschweren den Erfolg der Spammer.

2. Zweit-Adresse anlegen

Die private E-Mail-Adresse sollte nur in Ausnahmefällen herausgegeben werden. Für Chats oder Bestellungen ist es besser, sich eine zweite zuzulegen. Wer über diese E-Mail viel Spam bekommt, kann einfach zu einer neuen wechseln. Unter der ersten Adresse bleibt er für Freunde erreichbar.

3. E-Mail-Adresse im Web kodieren

Oft sammeln Spammer auch Adressen auf Webseiten. Wer seine E-Mail-Adresse im Web angibt, etwa auf der eigenen Homepage, kann das erschweren: Zum Beispiel, indem er das @-Zeichen kodiert (vorname.name [at]provider.de) oder die E-Mail-Adresse als Bilddatei hinterlegt wird.

4. E-Mail-Adresse in Communitys verbergen

Nutzer sollten die eigene E-Mail-Adresse in Online-Netzwerken wie Facebook oder Xing nicht allen zugänglich machen. Viele Communitys bieten individuelle Datenschutz-Einstellungen an. Dort kann festgelegt werden, dass nur die eigenen Freunde oder Geschäftspartner die Adresse sehen dürfen.

5. Spam-Filter nutzen

Mit Hilfe von Spam-Filtern gelangen weniger unerwünschte Mails in den Posteingang. Die Filter sortieren verdächtige Mails aus und legen sie meist in einem gesonderten Ordner ab. Spam-Filter sind als Software für den eigenen PC oder als Service der E-Mail-Provider verfügbar. Zudem gibt es Dienstleister, die eine externe Spam-Filterung anbieten.

6. Nicht auf Spam-Mails antworten

Niemals sollte man auf Spam-Mails antworten! Auch vermeintliche Abmelde-Optionen – etwa für Newsletter – sollten nicht unüberlegt genutzt werden. Diese Rückmeldungen sind für Spammer eine Bestätigung, dass die gewählte E Mail-Adresse aktiv ist. Künftig gibt es dann eher noch mehr unerwünschte Post.

7. Nicht auf Links in Spam-Mails klicken

Wenn dennoch Spam im Postfach landet: am besten sofort löschen. Auf keinen Fall sollten Links in Spam-Mails angeklickt werden. Dahinter können sich Schadprogramme verbergen. Im E-Mail-Programm sollte zudem auch der automatische Download von Bildern deaktiviert werden. Denn dies kann dem Spam-Versender anzeigen, dass seine Mail geöffnet wurde und diese Adresse also aktiv genutzt wird.

8. Blindkopien verschicken

Vorsichtig mit Kontakten von Freunden und Kollegen umgehen! Wer Mails an mehrere Personen verschickt, sollte alle Adressen im Feld „BCC“ eingeben. Dann sehen die Empfänger die fremden Adressen nicht.

 

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